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Sticken
Beim Sticken wird das Motiv mit Garn aufgestickt – hochwertig und haptisch, typisch für Vereins- und Traditionsfahnen sowie Abzeichen. Die Stickerei ist die aufwendigste der drei Herstellungstechniken und kommt dort zum Einsatz, wo eine Fahne über Jahrzehnte repräsentieren soll: Das leicht erhabene, im Licht changierende Stickbild verleiht Wappen, Emblemen und Schriftzügen eine Tiefe und Wertigkeit, die kein Druck erreicht.
So entsteht eine Stickerei
Grundlage ist das Punchen: Das Motiv wird in ein Stickprogramm übersetzt, das Stichart, Stichrichtung und Reihenfolge jedes Elements festlegt. Konturen und feine Linien werden mit Steppstichen nachgezogen, Flächen je nach Grösse mit Platt- oder Füllstichen angelegt. Verarbeitet werden glänzende Stickgarne; für festliche Vereinsfahnen kommen traditionell auch Gold- und Silbergarne hinzu. Grössere Farbflächen löst man häufig als Applikation: Passend zugeschnittene Stoffteile werden aufgelegt und mit Stickerei eingefasst – das spart Stiche und hält das Tuch geschmeidig.
Stärken und Grenzen
- Edle, reliefartige Anmutung mit hoher Farb- und Lichtbeständigkeit
- Sehr langlebig – gestickte Vereinsfahnen überdauern oft Generationen
- Keine Farbverläufe oder Fotomotive; sehr kleine Schriften sind heikel
- Höheres Gewicht und deutlich höherer Aufwand als Bedrucken
Da einseitige Stickerei auf der Rückseite spiegelverkehrt erscheint, werden repräsentative gestickte Fahnen meist als Doppeltuch mit zwei seitenrichtigen Ansichten konfektioniert. Typische Anwendungen sind Vereinsfahnen, Fahnenbänder sowie Abzeichen und Wappen; auch Kombinationen sind verbreitet, etwa ein gesticktes Emblem auf bedrucktem Grund.
Siehe auch: Abzeichen & gestickte Fahnen
