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6. Glossar & Fachbegriffe

Rund um Fahnen, Flaggen und ihre Herstellung hat sich eine eigene Fachsprache entwickelt – aus dem Handwerk, aus der Werbetechnik und aus der Wissenschaft. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe kurz und verweist auf die Wiki-Seiten, die das Thema vertiefen.

  • Beachflag: mobile Werbefahne, deren Tuch über einen gebogenen oder geraden Stab gespannt wird und dadurch auch ohne Wind lesbar bleibt. Details und Formen: Beachflags.
  • Blasonierung: die formelhafte, sprachlich normierte Beschreibung eines Wappens in der Heraldik – so präzise, dass sich das Wappen allein aus dem Text korrekt zeichnen lässt. Siehe Heraldik-Vertiefung.
  • Fahne und Flagge: Im Alltag werden beide Wörter gleichbedeutend verwendet. Im engeren Sinn ist die Fahne ein Einzelstück, das fest am Stock befestigt ist (etwa eine Vereinsfahne), die Flagge dagegen ein ersetzbares Tuch, das an einer Leine gehisst wird. Mehr dazu: Was ist eine Fahne?.
  • Fahnenmast: Mast (Alu/GFK) zum Hissen von Fahnen. Siehe aluart.com. Fahnenmasten gibt es mit aussen- oder innenliegender Hissvorrichtung sowie mit drehbarem Ausleger, der die Fahne auch bei Windstille ausgestellt hält. Aluminium ist witterungsbeständig und leicht, glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) elastisch und nicht leitend. Zur Befestigung am Mast: Zubehör & Befestigung.
  • Heisssiegel: thermisch verschweisster Saum ohne Naht. Bei synthetischen Geweben wie Polyester wird die Stoffkante unter Hitze und Druck verschmolzen statt genäht; das ergibt einen flachen, sauberen Abschluss und verhindert das Ausfransen. Genähte Säume gelten bei starker Dauerbelastung als robuster, das Heisssiegel punktet bei kurzfristigen Einsätzen und feinen Konturen.
  • Heraldik: die Wappenkunde; sie regelt seit dem Mittelalter Farben (Tinkturen), Formen und Beschreibung von Wappen und hat das Flaggendesign entscheidend geprägt. Siehe Heraldik-Vertiefung.
  • Hissfahne (Hissflagge): Fahne, die mit einer Leine am Mast aufgezogen wird – die klassische Form der Beflaggung an Gebäuden und freistehenden Masten. Zum richtigen Hissen: How-to / Anleitungen.
  • Hohlsaum: offener Saum, durch den Mast/Ausleger gesteckt wird. Der Stoff wird dazu umgeschlagen und zu einem Tunnel vernäht. Hohlsäume sind typisch für Knatterfahnen, Tischfahnen und Beachflags, bei denen das Tuch ohne Leine direkt auf Stange oder Ausleger sitzt.
  • Kandelaber: Strassenmast; Träger für Kandelaberfahnen. An Kandelabern montierte Fahnen begleiten Strassenzüge bei Festen, Kampagnen und Ortswerbung; für die Montage im öffentlichen Raum sind in der Regel Bewilligungen der Gemeinde oder Stadt erforderlich.
  • Karabinerhaken: Verbindungselement zwischen Fahnenöse und Hissleine; ermöglicht schnelles Wechseln der Fahne. Siehe Zubehör & Befestigung.
  • Knatterfahne: hochformatige Fahne, die mit einem Hohlsaum am Mast mit Ausleger geführt wird; der Name spielt auf das «Knattern» des frei flatternden Tuchs im Wind an.
  • Öse (englisch: Grommet): Metallöse zum Befestigen der Fahne an Leine oder Mast. Ösen sitzen meist im verstärkten Besatzband an der Mastseite und bestehen aus rostfreiem Material, damit sie Wind und Wetter standhalten. Befestigt wird die Fahne daran mit Karabinerhaken oder Seilschlaufen – mehr dazu unter Zubehör & Befestigung.
  • Siebdruck: klassisches Druckverfahren, bei dem Farbe durch eine Schablone (das «Sieb») auf den Stoff gedruckt wird – je Farbe ein eigenes Sieb. Wirtschaftlich bei grossen Auflagen mit wenigen Farben. Siehe Siebdruck.
  • Sublimationsdruck: Digitaldruckverfahren, bei dem Farbe in die Faser eingebracht wird. Unter Hitze geht die Druckfarbe in den gasförmigen Zustand über und verbindet sich dauerhaft mit der Polyesterfaser. Das Ergebnis: brillante, wisch- und waschbeständige Farben, die auch auf der Rückseite gut sichtbar durchscheinen. Der Sublimationsdruck ist heute das Standardverfahren im Digitaldruck von Fahnen.
  • Tinktur: heraldischer Sammelbegriff für die zugelassenen Wappenfarben – die Metalle Gold/Gelb und Silber/Weiss sowie die Farben Rot, Blau, Schwarz, Grün und Purpur. Siehe Heraldik-Vertiefung.
  • Vektordaten: Druckdaten aus mathematisch beschriebenen Kurven und Flächen; sie lassen sich verlustfrei auf jede Fahnengrösse skalieren und sind darum die bevorzugte Datenform für den Fahnendruck. Siehe Datenaufbereitung.
  • Vexillologie: wissenschaftliche Lehre von Fahnen und Flaggen. Der Begriff leitet sich vom lateinischen vexillum ab, dem römischen Feldzeichen. Die Vexillologie erforscht Geschichte, Symbolik und Gestaltung von Flaggen – eine Einführung gibt die Seite Fahnenkunde.
  • Wimpel: kleine, meist dreieckige oder langgezogene Fahnenform für Dekoration, Vereinsandenken und Bootsbeflaggung. Siehe Wimpel.
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